Delmenhorst (ots)

Spätestens in der Nacht von Mittwoch, 16. Februar 2022, auf Donnerstag, 17. Februar 2022, erreichten auch uns in dem Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch die Sturmböen des Orkantiefs YLENIA und sorgten auch weiter in den Morgenstunden des Mittwochs für zählige Feuerwehr- und Polizeieinsätze. Die große Mehrheit der Einsätze lag in der Zuständigkeit der jeweiligen Feuerwehren.

In den Fällen, wo die Polizei involviert war, ging es zumeist um drohende oder bereits umgestürzte Bäume beziehungsweise Äste, Verkehrsschilder sowie andere Gegenstände wie Mülltonnen, die umhergeweht oder Dächer, die zum Teil abgedeckt wurden.

In dem Landkreis Wesermarsch stürzte am Mittwochabend in der Martin-Pauls-Straße in Nordenham gegen 21:30 Uhr darüber hinaus ein Baum auf die Motorhaube eines fahrenden Pkw. Fahrzeuginsassen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Pkw musste abgeschleppt und der Baum durch Feuerwehrkräfte beseitigt werden.

Rund eine Stunde später teilten Verkehrsteilnehmende ein umgekipptes Verkehrsschild am Ausgang der Nordröhre des Wesertunnels in Stadtland mit. Das Verkehrsschild sperrte beide Fahrstreifen in Fahrtrichtung Nordenham, sodass die Nordröhre für etwa 20 Minuten gesperrt werden musste.

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags stürzte zudem gegen 5:00 Uhr ein Baum in Stadland, Rodenkirchen, auf eine Oberleitung der Deutschen Bahn und fing Feuer. Die Oberleitung wurde dadurch beschädigt und der Bahnverkehr fiel aus. Die Aufnahme erfolgte durch die Bundespolizei.

In dem Landkreis Oldenburg sind in Harp- und Aschenstedt in den Morgenstunden drei Pkw-Fahrer*innen gegen auf die Straße gestürzte Bäume gefahren. Die Fahrer*innen blieben jeweils unversehrt, an den Fahrzeugen entstanden Sachschäden.

Auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Osnabrück, zwischen den Anschlussstellen Cloppenburg und Vechta im Bereich der Gemeinde Emstek, wurde bereits am Mittwochnachmittag gegen 16:20 Uhr ein Sattelzug von einer Windböe erfasst, sodass der Kraftfahrer die Kontrolle verlor und mit dem Tankauflieger nach rechts von der Fahrbahn abkam. Nachdem der Sattelzug die Außenschutzplanken durchbrach, sackte dieser etwa einen halben Meter in dem neben der Fahrbahn befindlichen Grünstreifen ein. Der Kraftfahrer blieb unverletzt, es entstand ein Sachschaden in einer Höhe von rund 50.000 Euro. Für die Bergung des Fahrzeugs musste eine Vollsperrung eingerichtet werden, die einen Rückstau von bis zu vier Kilometern Länge nach sich zog.

Für die Stadt Delmenhorst gibt es aus polizeilicher Sicht über die anfangs erwähnten Einsätze hinaus keine nennenswerten Ereignisse infolge des Sturmgeschehens.

Uwe Arndt

Von admin-nwp

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